Sonne pur, kein Fahrt- und Übernachtungsstress, hervorragende Wettkampfbedingungen… und das Ganze kombiniert mit einer Menge überzeugender Leistungen der Athleten der LG Filder unter anderem dem WLV-Rekord im Vierkampf der U16 durch Melanie Steibl. Das alles zauberte (fast) durchgängig ein breites Grinsen auf die Gesichter unserer Athleten und Betreuer.

Für die männliche U16 gingen Ferdinand Eichholz, Tizian-Noah Lauria, Pascal Schnepp und Florian Wolf an den Start. Die drei Erstgenannten hatten bereits Anfang Mai bei den RM in Bernhausen überzeugt und die Team-Qualinorm für die DM in Wesel eingefahren. Florian war noch nie in einem Neunkampf gestartet, nahm aber die Startoption gern wahr, die sich aufgrund der Teamquali ergab. So konnte er im Rahmen seines ersten Neunkampfs einige persönliche Bestleistungen toppen und das Teamergebnis als vierter Starter, im Falle eines Totalausfalls eines anderen Athleten, absichern.
Pascal startete wie Flo ebenfalls in der M14. Sein Ziel war es, das Ergebnis von Bernhausen zu verbessern, wo er noch 85 Punkte unter der DM-Einzelnorm geblieben war. Entsprechend engagiert ging er den ersten Tag an und erzielte in allen Vierkampfdisziplinen neue persönliche Bestleistungen (12,93s; 5,11m; 10,03m; 1,56m), so dass er mit 1986 Punkten und Platz 8 eine gute Ausgangsbasis schaffen konnte. Eine leichte Verletzung am Ellbogengelenk zwang ihn, den Speerwurf, der ebenfalls noch am ersten Tag stattfand, zurückhaltend anzugehen, um nicht den gesamten Neunkampf zu gefährden. So blieb er zwar ca. 4m unter seiner Bestmarke, jedoch punktemäßig fast auf dem gleichen Level wie beim Neunkampf in Bernhausen.
In der M15 gingen mit Ferdinand und Tizian zwei Athleten an den Start, die sich aufgrund ihrer Vorleistungen durchaus Hoffnungen auf’s Podest, ggf. auch auf mehr machen konnten. Beide konnten entspannt in den Wettkampf gehen, waren doch sowohl DM-Einzel-Quali als auch D-Kadernorm bereits abgehakt.
Sie starteten auch dementsprechend solide in den ersten Tag. Ferdinand konnte den leichten Dämpfer einer 12,43 aus dem 100m-Lauf mit neuen Bestleistungen im Weitsprung (5,99m), Kugelstoßen (mit sehr guten 12,93m) und Hochsprung (1,72m) mehr als kompensieren.
Tizian startete mit neuer Bestzeit von 12,56s in den Wettkampf und ließ mit 5,31m im Weitsprung gleich eine Saisonbestleistung folgen. Dann war er leider wohl etwas zu sehr im Flow und wollte es auch mit der Kugel richtig krachen lassen. Entsprechend ambitioniert hat er jedoch die ersten beiden Versuche nicht halten können, wodurch der Druck im dritten Versuch natürlich deutlich anstieg. Kontrolliert versuchte er den dritten Stoß sicher zu halten, was ihm auch gelang, jedoch landete die Kugel knapp außerhalb des Sektors. Salto Nullo L Die Situation, sowohl für Tizian als auch für’s Team hatte sich schlagartig geändert. Nun hieß es, das Klassement von hinten aufzurollen.
Der erste Angriff erfolgte direkt im Hochsprung, wo alle für die Teamwertung relevanten Athleten ihre Bestleistungen steigerten – Tizian mit entsprechend Wut im Bauch gar gleich um 8cm. Auch mit dem Speer packte er mit 43,29m fast 4m auf seine Bestleistung drauf. Ferdinand hatte hingegen ungewohnt Mühe, bevor er im letzten Versuch mit 44,74m zumindest noch ein ähnliches Punkteniveau wie im letzten Neunkampf erreichen konnte.
Fazit der Vierkampfwertung und des gesamten ersten Tages: Ferdinand schafft es gegenüber den RM den Spieß umzudrehen und den deutschen Vizemeister David Frank von der LG Steinlach knapp auf den zweiten Rang zu verweisen. In der Teamwertung mussten die Jungs erst mal auf Platz 8 übernachten.

Am zweiten Tag sollte die Aufholjagd in der Teamwertung fortgesetzt werden. Pascal als Starter des jüngeren Jahrgangs steuerte schon mal das Maximum dazu bei, konnte er doch in allen vier Disziplinen seine persönlichen Bestleistungen toppen. Herausragend dabei sicher die 37,05m im Diskuswurf, die mit Abstand beste Weite aller Athleten der M14. So übertraf er sein Minimalziel deutlich und erreichte in einem Klasse Neunkampf in Summe 4510 Punkte. Glückwunsch zu einem letztendlich sehr guten fünften Platz und zur DM-Einzel-Quali!
Für unsere beiden Athleten des älteren Jahrgangs reichte es in der ersten Disziplin, den 80m-Hürden, fast zeitgleich zu den Plätzen zwei und drei im Gesamtklassement. Beim Stabhochsprung konnten sie mit 3,50m (Tizian) und 3,10m (Ferdinand) gar die beiden Spitzenplätze erkämpfen. Im Diskuswurf zeigte Tizi seine ganze Stärke und deklassierte mit 53,43m und über 15m Vorsprung das weitere Teilnehmerfeld. Ferdinand zeigte bereits beim Einwerfen, dass er in letzter Zeit mit dem Diskus enorme Fortschritte gemacht hat. Alle Würfe landeten jenseits der 40m-Marke. Bei ihm zeigte sich jedoch, wie bei Tizi im Kugelstoßen, dass immer was passieren kann, womit man nicht unbedingt rechnet. Zum Auftakt zweimal ungültig… und plötzlich war das Kugelstoßen vom Vortag wieder allgegenwärtig.

Der Vorsprung in der Einzelwertung auf David Frank war jedoch bereits auf über 50 Punkte angewachsen, David hatte seine vorletzte Disziplin bereits mit einem durchwachsenen Diskusergebnis von 26,67m beendet und Ferdinand war obendrein auch noch der schnellere 1000m-Läufer. So war die Entscheidung pro Sicherheitswurf relativ leicht. Mit Daniel Pape wurde im Nachbarring noch mal eben die optimale Abwurfposition angetestet und dann ging‘s ab zum letzten Wurf. Der Diskus landete wirklich mittig im Sektor bei immerhin noch 34,11m und  Ferdinand stand sicher (vorsichtshalber noch 10cm von der Ringkante entfernt). Damit war seine Führung vor dem abschließenden 1000m-Lauf nicht nur abgesichert, sondern sogar noch ausgebaut …und schon war auch das LG-Filder-Team nicht nur wieder auf den Podestplätzen, sondern stand unversehens (auch aufgrund einer Disqualifikation eines Steinlacher Athleten über 80m Hü) auch in der Teamwertung wieder ganz oben.
Natürlich wurden noch mal die Punktetabellen bemüht und Tabellen mit Zwischenzeiten erstellt. Klar war, es würde sehr schwer werden den Vorsprung zu verteidigen. Ca. 15 Sekunden hatte die Jungs Vorsprung auf die sehr laufstarken Gomaringer Athleten, die in den 1000m-Bestenlisten jedoch deutlich mehr Puffer hatten.
Am Ende wurden es fast 40s die unsere Jungs in der letzten Disziplin verloren. Mit Platz zwei in der Teamwertung und dem Doppelsieg von Ferdinand im Vierkampf und Neunkampf war es jedoch trotz allem ein sehr erfolgreicher Wettkampf. Bei einem gültigen Versuch im Kugelstoßen für Tizian, hätte sich Ferdinand sicher noch mal ordentlich strecken müssen. In jedem Fall wäre es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Athleten geworden. Glückwunsch zu den hervorragenden Leistungen.
…und fast das Wichtigste, gerade in Vorbereitung auf die im August stattfindende Mehrkampf-DM: Alle Athleten haben den Wettkampf ohne Blessuren beenden können und können so die kommenden Saisonhöhepunkte fokussiert angehen.

Wie sah es bei unseren Mädels der weiblichen U16 aus?

Beim Vorkampf in Bernhausen waren weder Amelie Reichert noch Melanie Steibl dabei, so dass Jule Stäbler, Tabea Eitel und Lina Zimmermann bei den RM nur eine erste Duftmarke setzen konnten, weit entfernt von dem, was das Team in Komplettbesetzung in der Lage ist zu leisten. Anders als bei den Jungs war Tabea die einzige unserer Starterinnen, die die DM-Norm bereits abgehakt hat.
Die Riege unserer Mädels begann den ersten Tag mit dem Weitsprung, das Einspringen war gleich erst mal eine mittlere Katastrophe. Für das Team spricht, dass sich alle mit Wettkampfbeginn sofort stabilisierten und mit wirklich soliden Ergebnissen in den Wettkampf starteten. Meli schaffte mit 5,51m gar die Tagesbestweite. Niemand erzielte eine neue Bestleistung, aber was im Mehrkampf fast wichtiger ist, alle waren dicht an ihren  Bestmarken dran (Jule 5,12m; Tabea 5,03m; Amelie 4,71m; Lina 3,97m).

Im darauffolgenden 100m-Lauf gab es aufbauend auf dem soliden Weitsprungfundament, die erste Steigerung. Lina (13,97s), Amelie (13,47s) und Tabea (13,01s) liefen wieder in die Nähe ihrer PB, Jule (13,19s) und Meli (12,31s) setzten noch eins drauf und verbesserten ihre Bestmarken nochmals deutlich. Wie schon im Weitsprung, war Meli auch im Sprint vom Rest des Feldes nicht zu schlagen. Um die Zeit richtig einzuordnen: Der 100m-Rekord des Kreises Esslingen für die WJ-U16 steht seit 15 Jahren bei 12,28s! Die WLV-Bestleistung des letzten Jahres lag bei 12,52s. Ein Klasse Lauf und das im Rahmen eines Mehrkampfs. Der Wettkampf lief echt gut an :)))
Auch im Hochsprung gingen alle Mädels konzentriert an die Anlage. Tabi hatte sich vielleicht etwas mehr als die übersprungenen 1,56m ausgerechnet. Bis auf Meli blieben die anderen Mädels jeweils eine Höhe unter ihrer PB. Für einen Mehrkampf, der bis dahin für alle richtig gut lief, mit Sicherheit ein Klasse Ergebnis. Meli ging aufgrund einer leichten Fersenprellung, die sie schon länger belastet sehr zurückhaltend in den Wettkampf. Der erste Sprung bei 1,48m um die erreichte Punktzahl abzusichern. Danach ließ sie zwei Höhen aus, um den Fuß zu schonen und stellte bereits mit dem zweiten Sprung ihre persönliche Bestleistung von 1,60m ein! Einen weiteren Sprung machte sie noch über 1,64m … gültig …bevor sie die Disziplin auch schon wieder beendete. Dieser Auftritt war ein echtes Statement „…hier bin ich …und an mir kommt niemand vorbei!“.
Vor dem Kugelstoßen hatten die Mädels damit bereits einen großen Vorsprung. Mit deutlichem Abstand von mehr als 250 Punkten kämpften die Teams aus Ulm, Tübingen und dem Filstal um die weiteren Podestplätze. Dass gute Leistungen beflügeln können zeigte das abschließende Kugelstoßen. Die Mädels waren einfach im Flow und ließen sich von nichts ablenken. Durch die Bank stießen sie neue persönliche Bestleistungen. Wie auch schon im Weitsprung und im 100m-Sprint beendete Meli auch das Kugelstoßen mit der besten Leistung des Teilnehmerfeldes. Noch war es mit 11,98m nicht ganz die zwölf vor dem Komma, aber was nicht ist kann ja noch werden. Die weiteren neuen Bestweiten: Lina 7,11m; Amelie 8,34m; Tabea 9,05m und Jule 9,85m.

Fazit des ersten Tages: Ein überlegenes LG-Filder-Team mit einer souverän auftrumpfenden Meli an der Spitze machen diesen Vierkampf zu einem Fest für die LG Filder.

Mit 6544 Punkten konnten die Filder-Mädels den Vierkampf deutlich vor den Teams aus Ulm und der LG Filstal gewinnen. So nebenbei wurde der Vierkampf-Kreisrekord mal eben um über 550 Punkte verbessert. Bisherige Rekord-Inhaber waren die LG Filder Mädels um Leonie Neumann, Sabrina Gehrung und Ronja Nottrodt. Dem nicht genug setzte Meli noch einen drauf. Mit fast 200 Punkten Vorsprung gewann sie auch im Einzel mit 2365 Punkten den Landesmeistertitel. Mit dieser Punktzahl konnte sie auch im Einzel den bisherigen Kreisrekord von 2276 Punkten, gehalten von Lea Riedel, deutlich übertreffen.
…und manchmal darf‘s ja auch ein bisschen mehr sein: Die 2365 Punkte sind neue Bestleistung in Baden-Württemberg. Sowohl die 2353 Punkte des WLV-Rekords von Lisa Maihöfer aus dem Jahr 2013 als auch die 2354 Punkte der badischen Bestenliste aus dem Jahr 2009, gehalten von Malaika Mihambo wurden von Meli übertroffen. …und diese Namen sind durchaus ein Versprechen auf die Zukunft!!!
Wo anfangen, wo aufhören …wenn man Bestenlisten sichtet. Es war rundum eine Klasse Teamleistung. Jules Leistung soll dabei nicht untergehen – nach dem Vierkampf steht sie mit natürlich ebenfalls neuer Bestleistung von 2091 Punkten auf dem sechsten Platz der W15. Tabea rundet das Ganze mit 2088 Punkten und Platz fünf der W14 ebenso ab, wie Amelie mit Bestleistung von 1934 Punkten und Platz 10 sowie Lina mit 1575 Punkten. Ja, wo anfangen wo aufhören, im Team sind das dann eben zusammen oben genannte 6544 Punkte.
Und da sind wir wieder beim Blick auf die WLV Bestenliste, die eine Bestleistung der LG Staufen aus dem Jahre 2013 von 6441 Punkten ausweist. Dann is aber auch gut – zum Glück wird bei den badischen Athleten noch ein alter Rekord aus 2009 mit fünf Athletinnen geführt. Das Meli, Jule und Tabi mit ihrer Punktzahl auch besser sind als die drei besten Mädels des badischen Rekords – geschenkt … Glückwunsch halt ;)
…So nen Siebenkampf geht zwei Tage und endet nicht nach dem Vierkampf. Auch wenn es dafür ne richtige Meisterehrung, separate Rekordlisten etc. gibt. Und auf einmal kann sich für manch einen auch vieles ganz schnell wieder drehen.
Fangen wir mit dem Positiven an. Jule setzt im Speerwurf ihren grandiosen Siebenkampf fort. Neue Bestleistung mit 34,46m und zweitweitester Wurf der Konkurrenz. Auch Amelie konnte ihren Aufwärtstrend mit 26,19m fortsetzen und Lina schaffte mit 16,72m ebenfalls eine neue Bestleistung.
Schwieriger wurde es für andere etablierte Athleten. Tabea ließ bei ihrem Wurf auf 22,67m einfach „nur“ einige Punkte liegen. Meli verunglückten leider gleich alle drei Würfe. 19,27m waren ihre beste Weite. Aber auch das ist eben Mehrkampf.
Im Hürdensprint waren die Mädels des jüngeren Jahrgangs zuerst an der Reihe. Sie hatten sogar mit dieser Disziplin ihren Wettkampftag schon vor dem Speerwurf eröffnet. Die Leistungskurve war hier analog der des Speerwurfs. Amelie (12,64s) und Lina (15,91s) mit neuen persönlichen Bestleistungen. Speziell Amelie war insgesamt in diesem 7K richtig gut drauf und konnte ihren Flow von Disziplin zu Disziplin mitnehmen. Tabea hatte auch zum Auftakt des zweiten Tages im Hürdensprint fast 0,4s auf ihre Bestleistung verloren und auch hier einige Punkte liegen lassen.
Amelie näherte sich langsam in der Gesamtwertung der Position von Tabea und nach sechs Disziplinen war das Rennen unvermittelt wieder ziemlich offen, wer von beiden es in die Mannschaft schaffen würde.
Auch bei den Mädels der W15 setzte sich der Tagestrend fort. Jule schaffte in der sechsten Disziplin mit 13,27s bereits ihre vierte persönliche Bestleistung. Klasse Wettkampf!
Meli spürte vielleicht den Favoritendruck langsam immer mehr, vielleicht war es auch eine Unsicherheit, die sie aus ihrem Speerwurf mitnahm – sie lief zwar mit 12,07s die drittschnellste Zeit des Teilnehmerfeldes, hatte sich aber, mit den Ergebnissen des Vortags im Rücken, sicher etwas mehr vorgenommen. Speziell mit den 0,32s die sie auf Kaya Jauch verlor, musste sie erst mal klar kommen. War doch damit ihr Vorsprung im so sicheren Siebenkampf auf die letzten 100 Punkte zusammengeschmolzen. Es dauerte lange, bis Meli es schaffte sich von dieser Unsicherheit zu lösen und Biss und Kampfkraft für die letzte Disziplin des Siebenkampfs, den 800m-Lauf, zu entwickeln. Sicher nicht grad ihre große Stärke, aber eine Disziplin wo man große Stärke zeigen konnte!
Ca. 20s Vorsprung hatte sie auf die Zweitplatzierte Kaya Jauch, etwas mehr auf die Drittplatzierte Marie Jung. Zusätzliche Unruhe in die Vorbereitung kam vom Stadionsprecher, der (auf Basis der falschen Siebenkampftabelle) von nur 12s Differenz zwischen den beiden Führenden sprach. Flo hatte vorsichtshalber aus Ungarn bereits die wichtigsten Soll-Zwischenzeiten geschickt, ausgelegt auf eine Zielzeit von 2:40min (Melis PB: 2:50,44min). Rund um die Bahn wurden im 100m-Abstand die Helfer positioniert, um Meli anzufeuern und ggf. ihr Tempo zu korrigieren. So sollte hoffentlich nichts schiefgehen.
Natürlich ging sie das Rennen gemeinsam mit dem Starterfeld deutlich schneller an, als es die Vorgabe war. Natürlich half auch, unabhängig von der Zeitvorgabe, die Orientierung am Abstand zu den anderen Läuferinnen. Die Frage war nur, ob das Tempo bis zum Ende gehalten werden konnte. Meli lief ein Klasse Rennen – auch wenn es zwischenzeitlich schwerfiel, konnte sie doch auf der Zielgeraden noch mal die letzten Reserven mobilisieren. Im Ziel bei 2:41,65min – die schnellste Läuferin lief 2:29,37min – war sie erst mal völlig ausgepumpt.
Langsam realisierte sie, dass es gereicht hat. Gesamtsieg mit 3801 Punkten und damit 56 Punkte Vorsprung vor Platz 2 – Glückwunsch zu dem Klasse Ergebnis !
Trotz eines bombastischen Vierkampfs war der 800m-Lauf sicher die am höchsten einzuschätzende Leistung. Hat Meli sich damit doch rechtzeitig vor den Saisonhöhepunkten selbst bewiesen, dass Tiefschläge zum Mehrkampf dazugehören (können), man sich davon aber auch selbst erholen und befreien kann.
Meli war aber nicht die einzige, die im 800m-Lauf noch mal richtig gefordert wurde. Das es gegenüber den am zweiten Tag stark auftrumpfenden Tübinger Mädels auch in der Mannschaftswertung noch mal eng werden könnte, war nicht unbedingt zu erwarten. Vor dem abschließenden 800m-Lauf betrug der Vorsprung unserer Mädels umgerechnet ca. 50s. In der W14 holten die Tübinger Mädels mit nur einer Läuferin und einer im MK überragenden Zeit von 2:20min gleich mal über 30s auf. Über den Abstand von Meli auf Kaya hatte ich bereits berichtet. Blieb noch das dritte Duell zwischen Jule und Sara Poser, beides nicht unbedingt die 800m-Spezialistinnen. Nach bereits vier neuen Bestleistungen ließ Jule es noch mal richtig krachen. Mit neuer Saisonbestleistung von 2:40,17min kam sie kurz vor Meli ins Ziel, die Tübinger Athletin reichlich 50m hinter ihr.
Damit war mit insgesamt 10844 Punkten auch der Mannschaftssieg im Siebenkampf eingetütet. Und das in einem Wettbewerb auf allerhöchstem Niveau, erreichten doch gleich die ersten vier Teams zum Teil deutlich höhere Punktzahlen als das Siegerteam des letzten Jahres – Glückwunsch auch dazu an alle Mädels!!! Noch ein paar Fakten als Nachtrag: Jule übertraf mit vier neuen Bestleistungen erstmals knapp die 3600-Punkte Marke. Mit 3603 Punkten verbesserte sie sich ggü. Bernhausen um über 160 Punkte und kam in der Gesamtwertung auf einen starken fünften Platz.
Tabeas Timing ist vielleicht schon mehr auf die DM im August ausgerichtet, da sie die Quali ja bereits in der Tasche hatte. Mit 3440 Punkten kam sie fast an ihre Bestleistung aus dem Mai heran, was in der W14 aber letztlich knapp vor Amelie noch zu Platz 8 reichte.
Damit sind wir bei Amelie, die es Jule gleichtat und ebenfalls vier neue Bestleistungen erzielte, drei davon am zweiten Tag. 3420 Punkte und Platz 9 in der W14 sind ein Klasse Ergebnis. Zur richtigen Einordnung der Punktzahl – im Vorjahr hätte diese Leistung zu Platz vier gereicht.
Last but not least das Ergebnis von Lina. Auch sie erreichte mit 2750 Punkte eine neue persönliche Bestleistung.…und da sind wir abschließend wieder bei der Eingangsfrage angelangt. Im Vorfeld war ja, außer für Tabea, die DM-Quali noch ein offenes Thema.

Mannschaftsnorm WJ-U16: 10300 Punkte – unsere Mädels schafften mal eben 10844 Punkte
Einzelnorm W14: 3400 Punkte – Ergebnisse Amelie 3420 Punkte und Tabea 3440 Punkte
Einzelnorm W15: 3575 Punkte – Ergebnisse Meli 3801 Punkte und Jule 3603 Punkte

Noch Fragen?

Viel Erfolg bei der DM in Wesel !

Zusätzliche Informationen