Pascal Schnepp startete in diesem Jahr als einziger männlicher Vertreter der LG Filder bei den württembergischen U14 Bestenkämpfen in Schmiden. Trotzdem oder gerade deshalb hatte er sich einiges vorgenommen. Auch wenn in seiner Altersklasse Wettbewerbe auf Landesebene noch eine Besonderheit darstellen, kamen doch die meisten der Mitkonkurrenten um die Spitzenplätze in der M13 eh aus der eigenen Region. Da die LG Filder keine Mannschaft am Start hatte, fehlte im Wettkampf ein wenig der direkte Bezug zu den Riegen, in denen die besten Teams antraten.

Für Pascal begann der Wettkampf mit dem 75m-Sprint. Er hatte in diesem Jahr erst eine Zeit aus dem Mehrkampf in Bernhausen auf der Uhr, und die war mit 10,83s unterirdisch. Auch wenn es noch etwas früh am Morgen war und der Sprint als erste Disziplin für die Kids noch etwas undankbar, konnte er sich pünktlich zum Saisonhöhepunkt deutlich steigern und mit 10,41s eine neue persönliche Bestleistung aufstellen.
Die nächste Disziplin, Ballwurf. Und endlich mal nen Wettkampf bei dem die Lieblingsbälle im Eimer lagen. Da musste die nächste Bestleistung natürlich zwangsläufig her. Nach bereits vier Wettkämpfen in diesem Jahr, bei denen der Ball um die 50m-Marke herum landete, konnte er diesmal noch einen draufsetzen: 53,50m – drittbeste Weite des Tages und persönliche Bestleistung :)
Beim Hochsprung hieß es dann Kraft sparen. Das schwülwarme Wetter sollte nicht zu früh seinen Tribut fordern. Die Vorgabe, alle Höhen aktiv anzugehen, um möglichst viele Höhen im ersten Versuch zu meistern wurde super umgesetzt. Passi (Dangel – Anm. der Redaktion) forderte von Passi aktives Anlaufen und Passi setzte das bis zur Einstellung seines Hausrekords von 1,48m super um. Dass die Latte im dritten Versuch auch noch bei 1,52m liegen blieb, war etwas glücklich. Aber das Glück war auch hart erarbeitet.
Drei Disziplinen, drei Bestleistungen – und weiter ging‘s zum Weitsprung. Hier war das Zeitfenster arg knapp. Bereits neun Minuten nach seinem letzten Hochsprung wurde er zum ersten Versuch aufgerufen. Ein wenig Verschnaufzeit konnten wir dann noch raushandeln. Hier gab es dann nicht noch ne vierte Bestleistung aber solide Sprünge auf einer schwer zu springenden Anlage. Letztlich reichte es mit 4,74m zu starken 1857 Punkten im Vierkampf.
Im letzten Jahr hätte  das sogar für eine Einzelmedaille gereicht, über 100 Punkte mehr als unser bester Athlet bei den Meisterschaften des Vorjahres (und die haben damals immerhin Platz 3 mit der Mannschaft erzielt), reichten in diesem Jahr zwar „nur“ zu Rang 7, aber Passi kennt ja wie gesagt seine Konkurrenz ziemlich genau, kamen doch vier der sechs Athleten, die vor ihm platziert waren, ebenfalls aus unserer Region. Man sieht sich also schon in 14 Tagen wieder in Nellingen zu den nächsten „württembergischen“ Meisterschaften.

Als der Wettkampf für die Jungs um Pascal schon beendet war, starteten auch die LG Filder Mädels in ihren Vierkampf. Die aus ganzen 6 Athletinnen bestehende Mannschaft begann diesen mit dem Hochsprung.
Kira Stanietz konnte sich in diesen leider nie wirklich reinfinden und beendete den Wettkampf daher aus freien Stücken nach übersprungenen 1,18. Besser lief es bei den anderen fünfen. Nina Dott zeigte schöne Sprünge und blieb mit 1,28 nur knapp unter ihrer Bestleistung. Ähnliches leisteten Lena Böttiger, die 1,36 überspringen konnte, und Tabea Eitel, bei der am Ende 1,48 zu Buche standen. Noch etwas besser lief es für die einzige Athletin, die noch dem jüngeren Jahrgang der U14 angehört: Emily Lichtmaneker, konnte mit einem unglaublichen Satz über 1,32 – der Sprung hätte wohl sogar für die nächste Höhe gereicht – ihre persönliche Bestleistung einstellen. So richtig in Fahrt kam in der ersten Disziplin aber vor allem Amelie Reichert, die von Sprung zu Sprung immer besser in den Wettkampf fand. Schon bei der Einstellung ihrer Bestleistung von 1,44 jubelten Trainer und Athleten, doch Amelie hatte noch lange nicht vor, auszuscheiden. Sie übersprang auch die 1,48 und die 1,52. Eine riesige neue Bestleistung und ein perfekter Start in den Wettkampftag.
Anschließend ging es für die Mädels direkt weiter zum Ballwurf, bei dem fast alle mit neuen Bestleistungen zu überzeugen wussten. Wieder erzielte Amelie die beste Leistung unserer LG Filder Athletinnen, indem sie 35,50m warf. Lena und Kira standen ihr allerdings in nichts nach und erzielten 35m. Auch Tabea (33m) und Emily (27,50m) wussten zu überzeugen. Die einzige, die – allerdings auch nur knapp – hinter ihrer persönlichen Bestleistung zurückblieb war Nina mit 31,50m.
Nach dieser erfolgreichen Disziplin stand mit dem Weitsprung die zweite Sprungdisziplin des Vierkampfs an. Nachdem die erste Verwirrung über die unbewohnte Gestaltung von Zone und Brett, sowie einige Anlaufprobleme überstanden waren, fanden sich die meisten Mädels gut in den Wettkampf. Emily konnte mit 4,10 ebenso wie Nina, die 4,14 sprang, zwar nicht ganz an in den Bereich ihrer Bestleistung springen, aber dennoch eine solide Weite erzielen. Etwas weiter unter ihrem Leistungsvermögen blieb Kira, die mit großen Anlaufproblemen zu kämpfen hatte und für die 4,25 in die Wertung eingingen. Etwas besser machte es Lena, die zwar auch 30 Zentimeter unter ihrer Bestleistung blieb, aber mit 4,44 eine solide Leistung brachte und damit auf Bestleistungskurs im Vierkampf blieb. Das Wort Bestleistung zu nennen war an diesem Tag übrigens kaum möglich, ohne gleich darauf den Namen Amelie zu erwähnen. Die machte nämlich da weiter, wo sie in den ersten beiden Disziplinen angefangen hatte und sprang starke 4,72. Überflügelt wurde sie aus LG-Sicht diesmal allerdings von Tabea, die ihre Bestleistung mit 4,96 noch ein wenig näher an die 5-Meter-Marke schob.
Tabea sollte dann auch im abschließenden 75-Meter-Sprint die schnellste „unserer“ sechs Athletinnen sein. Bei ihren 10,33 musste sie allerdings der Hitze und den drei vorangegangenen Disziplinen Tribut zollen und zwar eine ordentliche Leistung, aber keine im Bereich ihrer Bestleistung, erzielen. Ähnlich ging es auch vier anderen: Lena lief mit 11,02 noch am nächsten an ihre PB von 10,91 heran, während Kira (10,88), Emily (11,09) und Nina (11,27) allesamt ordentliche Zeiten sprinteten. Besser machte es nur Amelie, bei der an diesem Tag einfach alles lief. Sie kam schon nach 10,78 Sekunden ins Ziel. Die vierte Bestleistung in der vierten Disziplin!
Nun waren die Mädels natürlich gespannt auf die Endabrechnung. Und es sollte sich herausstellen, dass die gezeigten Leistungen auch im Vergleich mit den stärksten Athletinnen Württembergs durchaus viel Wert waren:
In der W13 reichten Tabeas 1948 Punkte (PB) sogar um an der Siegerehrung der ersten acht teilnehmen zu dürfen – sie wurde siebte! Amelie, die ihre Vierkampf-Vorleistung um 167 Punkte verbessern konnte (jetzt 1920) landete nur knapp dahinter auf dem zehnten Rang. Lena, die sich mit 1764 Punkten in den Reigen der Bestleistungen einreihte, landete auf einem guten 31. Platz. Das gute Mannschaftsergebnis wurde von Kira (Platz 59, 1638 Punkte) und Nina (Platz 61, 1626 Punkte) komplettiert, die beide leider insgesamt nicht ganz an die starken Quali-Leistungen aus Bernhausen anknüpfen konnten.
Ihre eigene Vor- und Bestleistung übertraf dafür die einzige Teilnehmerin der W12. Emily konnte 1627 Punkte für sich verbuchen und belegte damit einen starken 20sten Platz.
Die schönste Nachricht gab es für die LG-Mädels aber bei der abschließenden Siegerehrung, bei der die besten Mannschaften Württembergs geehrt wurden. Nur die Teams der Unterländer LG, sowie der LG Filstal waren an diesem Tag stärker, als die Damen in Weinrot: Die starke Mannschaftsleitung wurde also mit dem dritten Platz und der Bronzemedaille belohnt.

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